Aktuell kommt es in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in  Berlin-Mitte (Französische Str. 33) anlässlich des “Tag der Deutschen  Immobilienwirtschaft” zu vielfältigen Protesten. Eine Gruppe von 15 von  Zwangsräumung, Wohnheimunterbringung und Mietsteigerung betroffenen Personen ist vor dem Haupteingang des Gebäudes, um lautstark ihren Unmut kundzutun. Mit dabei u.a. F. aus dem Wohnungslosenheim in der Berlichingenstraße 12, dessen Bewohner sich gegen eine mögliche Räumung wehren.

Die Protestierenden beschuldigen die Anwesenden, von der Immobilienkrise zu
profitieren und für steigende Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungen verantwortlich zu sein. Dies wird laut über Megaphone, Rufen und Schilder zum Ausdruck gebracht. Dazu werden Flyer verteilt und Konfetti mit Aufschriften wie “Zwangsräumungen verhindern”, “Jetzt einteignen!” und “Berlin bleibt Risikokapital” geworfen. Die Aktion kann live bei Twitter verfolgt werden: www.twitter.com/wirkommenalle – Hashtags: #schlimmotag #stattschloss
Sara Walther von der Kampagne “Wir wollen Wohnungen!” des Bündnis  Zwangsräumung Verhindern: „Vermieter*innen, Eigentümer*innen und Politiker*innen kommen hier zusammen, um sich und ihre Profite abzufeiern. Uns ist absolut nicht nach Feiern zu Mute. Geflüchtete müssen in Lagern schlafen, Wohnheime sind überfüllt und das staatliche Hilfesystem für Wohnungslose kollabiert. Für Bezieher*innen von ALG II gibt es kaum noch Wohnungen in der Stadt und auch sonst wird die Situation angesichts der fortschreitenden Mietpreisexplosion für alle mit wenig Geld immer prekärer!“

Der Protest gegen den “Tag der Immobilienwirtschaft” ist Startpunkt der  Kampagne „Wir wollen Wohnungen“ des Bündnis Zwangsräumung Verhindern: „Ob Wohnungslose, Zwangsräumungsbedrohte oder Mieter*innen: Wir werden in Zukunft dort auftauchen, wo mit Wohnen Profit gemacht wird und wo die  politischen Entscheidungen getroffen werden. Dort werden wir unsere  Forderungen laut und hartnäckig vortragen: Wir wollen Wohnungen!“, so  Sarah Walther.

Parallel versammeln sich vor den Türen des Gebäudes viele weitere Personen, um den geplanten Spaziergang der Teilnehmenden des Immobilientags zum “Schlossabend” im Berliner Stadtschloss zu begleiten. Auch die Kampagne “Berlin für Alle” hat ab 19 Uhr Proteste und eine satirische Wohnungsbesichtigungsaktion am Schlossplatz angekündigt. David Schuster dazu: “Die stadtpolitischen Proteste nehmen angesichts der Wohnungskrise neue Fahrt auf. Wir grüßen alle Initiativen, die im Kampf um Wohnraum aktiv sind. Wir verstehen uns als Teil einer Bewegung, die sich nicht mit Versprechungen der Politik abspeisen lässt und Druck von unten macht, damit alle Menschen eine gute Wohnung erhalten.”

Sarah Walther und David Schuster sind vor Ort unter der Pressenummer des Bündnis Zwangsräumung Verhindern erreichbar: 0176 – 92810634. Aktuelle Infos zur Aktion können bei Twitter abgerufen werden: www.twitter.com/wirkommenalle

Wir wollen Wohnungen! – Bündnis Zwangsräumung Verhindern

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Pressekontakt:
David Schuster, Sara Walther
0176 – 92810634

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Pressemitteilung 8.6.16, 18 Uhr: Proteste beim Tag der deutschen Immobilienwirtschaft – Start der Kampagne “Wir wollen Wohnungen!” des Bündnis Zwangsräumung Verhindern